Internet-Zensur bei google
Was haben China und Deutschland gemeinsam?
Richtig. Die Internet-Zensur.
Gibt man bei der Suchmaschine google.de das Suchwort "fufor" ein, so erhält man die Ergebnisse 1-60 von ungefähr 139 Seiten auf Deutsch. Am Ende der Suchergebnisliste erscheint ein Texthinweis:
"Aus Rechtsgründen hat Google 3 Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt. Weitere Informationen über diese Rechtsgründe finden Sie unter ChillingEffects.org."
Was heisst das denn? Warum wurden denn Suchergebnisse entfernt?
Folgt man dem angegebenen Link, wird eine englisch-deutsche
Erklärung abgegeben:
"December 14, 2005
Sender Information: [Private]
Sent by: [Private]
[Private] Germany
Recipient Information: [Private] Google, Inc.
Sent via: Re:
A URL that otherwise would have appeared in response to your search,
was not displayed because that URL was reported as illegal by a German
regulatory body.
Ihre Suche hätte in den Suchergebnissen einen Treffer generiert, den
wir Ihnen nicht anzeigen, da uns von einer zuständigen Stelle in
Deutschland mitgeteilt wurde, dass die entsprechende URL unrechtmäßig
ist. "
Inernet-Zensur im deutschen Alltag:
Wer sind denn hier "zuständige Stellen in Deutschland", welche die Unrechtmässigkeit von Webinhalten festgestellt haben wollen - ohne irgendeine Rechtsgrundlage und ohne eine irgendwie geartete Begründung zu nennen?
Und wer ist diese ChillingEffects.org?
Besser waren die offensichtlich noch unzensierten Suchergebnisse bei
http://metacrawler.de/ .
Richtig. Die Internet-Zensur.
Gibt man bei der Suchmaschine google.de das Suchwort "fufor" ein, so erhält man die Ergebnisse 1-60 von ungefähr 139 Seiten auf Deutsch. Am Ende der Suchergebnisliste erscheint ein Texthinweis:
"Aus Rechtsgründen hat Google 3 Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt. Weitere Informationen über diese Rechtsgründe finden Sie unter ChillingEffects.org."
Was heisst das denn? Warum wurden denn Suchergebnisse entfernt?
Folgt man dem angegebenen Link, wird eine englisch-deutsche
Erklärung abgegeben:
"December 14, 2005
Sender Information: [Private]
Sent by: [Private]
[Private] Germany
Recipient Information: [Private] Google, Inc.
Sent via: Re:
A URL that otherwise would have appeared in response to your search,
was not displayed because that URL was reported as illegal by a German
regulatory body.
Ihre Suche hätte in den Suchergebnissen einen Treffer generiert, den
wir Ihnen nicht anzeigen, da uns von einer zuständigen Stelle in
Deutschland mitgeteilt wurde, dass die entsprechende URL unrechtmäßig
ist. "
Inernet-Zensur im deutschen Alltag:
Wer sind denn hier "zuständige Stellen in Deutschland", welche die Unrechtmässigkeit von Webinhalten festgestellt haben wollen - ohne irgendeine Rechtsgrundlage und ohne eine irgendwie geartete Begründung zu nennen?
Und wer ist diese ChillingEffects.org?
Besser waren die offensichtlich noch unzensierten Suchergebnisse bei
http://metacrawler.de/ .
Deutsche Google-Zensur immer schärfer
03.04.2006
choices.li » Sapere aude
Die Plattform ChillingEffects dokumentiert Zensurbemühungen auf dem Rechtsweg mittels Unterlassungsanordnungen. Lange lag der Schwerpunkt bloß auf den USA, seit kurzem werden auch internationale Entwicklungen dokumentiert. Dabei zeigt sich ein für viele womöglich überraschendes Bild: Deutschland betreibt momentan offenbar die weltweit intensivste Zensur auf diesem Weg.
Unterlassungsanordnungen, auf Englisch Cease & Desist Notices, sind gerichtliche Verfügungen, deren Nichtbefolgung unter Strafe steht. Suchmaschinen wie Google halten sich daher strikt an solche Anordnungen und entfernen Inhalte sofort aus der Suchanzeige, wenn eine solche Verfügung einlangt.
Die Plattform ChillingEffects ist ein gemeinsames Projekt der Electronic Frontier Foundation und zahlreichen US-Universitäten. Suchmaschinenbetreiber können dort erhaltene Unterlassungsanordnungen in eine Datenbank einstellen, sodass sich Internet-Nutzer ein Bild davon machen können, welche Inhalte ihnen vorenthalten werden.
Eine Durchsicht dieser Datenbank zeigt überraschendes: Der größte Teil der Unterlassungsanordnungen stammt aus Deutschland. Zudem scheinen sich die Anordnungen in letzter Zeit zu häufen.Praktisch wöchentlich wird die Anzeige eines Inhalts verboten. Die Zensur betrifft in erster Linie Internetseiten von Shoa-Revisionisten, doch auch der Jugendschutz scheint aktiv.
Google zeigt es dankenswerterweise zumindest auf den Suchergebnisseiten an, wenn dem Leser ein Ergebnis vorenthalten wird. Ein Link über ChillingEffects erlaubt schließlich den Vergleich der Suchergebnisse für mehrere Länderkennungen, sodass zensierte Inhalte mit einigem Aufwand gefunden werden können. Dies hintertreibt die Zensur und es steht zu fürchten, dass Deutschland bald dem Vorbild von China folgen wird, um diesen Ausweg zu unterbinden.
http://tinyurl.com/r4bbn
ChillingEffects Clearinghouse: http://www.chillingeffects.org/
Anzeige der eingegangen Unterlassungsanordnungen: http://tinyurl.com/lt38f
bin66 - 17. Mrz, 10:30

