Biometrie-Reisepässe aussetzen
17.03.2006 09:14
In einem Antrag (Bundestagsdrucksache 16/854) fordert die Bundestagsfraktion der FDP die Bundesregierung auf, die Ausstellung der neuen Reisepässe, bei denen auf RFID-Chips biometrische Daten elektronisch gespeichert werden, vorerst auszusetzen. Die Liberalen bezweifeln, dass die Verschlüsselung der Daten einen hinreichenden Schutz bietet; sie verweisen dabei auf das Beispiel der niederländischen ePässe, die bereits geknackt wurden. Die Verschlüsselung der Daten basiere auf der "Basic Access Control", die den Richtlinien der EU und der Luftfahrtorganisation ICAO entspreche, führen die Liberalen in ihrem Antrag aus. "Der geheime Schlüssel für den Zugriff auf den Chip und die verschlüsselte Datenübertragung berechnen sich dabei aus einer Behördenkennzahl und einer fortlaufenden Nummer. Theoretisch liefern diese Zahlen zusammen genommen eine Verschlüsselungsstärke von rund 56 Bit vorausgesetzt, sie lassen sich nicht zu genau abschätzen oder sogar aus anderen Quellen erschließen", schreiben die Liberalen. Dies sei im Vergleich zu der 128-Bit-Verschlüsselung, die etwa bei Internet-Anwendungen eingesetzt werde, ein verhältnismäßig schwacher Schlüssel, meint die FDP.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/70951
In einem Antrag (Bundestagsdrucksache 16/854) fordert die Bundestagsfraktion der FDP die Bundesregierung auf, die Ausstellung der neuen Reisepässe, bei denen auf RFID-Chips biometrische Daten elektronisch gespeichert werden, vorerst auszusetzen. Die Liberalen bezweifeln, dass die Verschlüsselung der Daten einen hinreichenden Schutz bietet; sie verweisen dabei auf das Beispiel der niederländischen ePässe, die bereits geknackt wurden. Die Verschlüsselung der Daten basiere auf der "Basic Access Control", die den Richtlinien der EU und der Luftfahrtorganisation ICAO entspreche, führen die Liberalen in ihrem Antrag aus. "Der geheime Schlüssel für den Zugriff auf den Chip und die verschlüsselte Datenübertragung berechnen sich dabei aus einer Behördenkennzahl und einer fortlaufenden Nummer. Theoretisch liefern diese Zahlen zusammen genommen eine Verschlüsselungsstärke von rund 56 Bit vorausgesetzt, sie lassen sich nicht zu genau abschätzen oder sogar aus anderen Quellen erschließen", schreiben die Liberalen. Dies sei im Vergleich zu der 128-Bit-Verschlüsselung, die etwa bei Internet-Anwendungen eingesetzt werde, ein verhältnismäßig schwacher Schlüssel, meint die FDP.
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bin66 - 17. Mrz, 12:51

