Messianisten-Netzwerke treiben zum Weltenende
Messianisten-Netzwerke treiben zum Weltenende
- Eine Buchbesprechung -
18.05.2006
Eine messianische Sekte, die sich als Vollstrecker Gottes versteht, unterwandert das Mainstreamjudentum sowie Schlüsselpositionen internationaler Macht. Unterstützt von christlichen Eiferern findet sie Zugang zu den Präsidentenpalästen in Amerika, Rußland und Israel. Von hier aus suchen beide Lager das Weltgeschehen in Einklang mit der biblischen Prophetie zu bringen - ein Geschehen, das bis zum Ende beschnitten werden muß: Denn erst, wenn sich die letzte Offenbarung erfüllt hat, kann der ersehnte Messias zur Erde herabsteigen. Doch genau diese Vision verheißt der Erde das Armageddon. Was sich wie das Drehbuch für einen James-Bond-Streifen liest, könnte abseits der Medienaufmerksamkeit schon heute ernste Wirklichkeit geworden sein. Denn die pseudojüdische Chabad-Sekte ist ebenso wenig Fiktion wie das hochpolitische Treiben ihrer allgegenwärtigen Netzwerker; führende israelische Politiker wie Benjamin Netanjahu konsultieren vor schwerwiegenden Entscheidungen ihren Rat. In Amerika, wo Bücher über das Weltenende seit Jahren die Bestsellerlisten anführen, haben derweil im Gefolge von George W. Bush bekennende "christliche" Fundamentalisten das Weiße Haus erobert. Wöchentlich werden endzeitliche Schriftgelehrte hierher und ins Pentagon geladen, um in gespenstischen Bibelsitzungen Politiker und Militärs für das Tagesgeschäft zu briefen. Eine beunruhigende Klientel prägt die Politik der letzten Supermacht, die nur mehr einen Schritt weit von einem nuklearen Schlagabtausch mit dem Iran entfernt scheint. Was alleine noch fehlt, ist der Anlaß. Wird morgen der Jüngste Tag eingeläutet?

"Wer wissen will, wie sich extremer Fundamentalismus mit der laufenden US-Politik überschneidet, sollte dieses Buch lesen", Saul Landau, Professor an der California State Polytechnic University und Emmypreisträger ("Paul Jacobs and the Nuclear Gang"). Wolfgang Eggert, Autor von bislang sieben Büchern zur Zeitgeschichte, ist studierter Politologe und lebt in München.
Die milliardenschwere Endzeitsekte Chabad-Lubawitsch steht im Begriff, sich durch eine ebenso verschwiegene wie breitangelegte Unterwanderungsbewegung an die Spitze des Mainstreamjudentums zu setzen. Auch in Berlin haben die Menschenfischer aus Amerika ihre engmaschigen Netze ausgeworfen. "Die probieren, die Gemeinde zu erobern', wütet der orthodoxe Gemeinderabbiner Yitzchak Ehrenberg. Reformrabbi Walther Rothschild, ehemaliger Berliner Gemeinderabbiner, nennt Chabad eine "geistige Krankheit'. Es sind nicht mehr als Rückzugsgefechte. Denn das in Israel und Amerika bereits weithin abgeschlossene Unternehmen Machtergreifung scheint auch hierzulande abgeschlossen. Schon wird der Kult, der im Heiligen Land nachhaltig die rechtsradikale Siedlerbewegung unterstützt, von der lokalen Politik hofiert: 2004 kam Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zum Entzünden des großen Chanukka-Leuchters am Brandenburger Tor. Zur diesjährigen Eröffnung des pomphaften Hauptstadt-Zentrums vermeldete die Presse bereits die Unterstützung von Innenminister Schäuble und Justizministerin Zypries.

"If you can't beat them, join them", ergibt sich Albert Meyerl, Berliner Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in das scheinbar Unvermeidliche: "Für mich geht es zwingend um den Erhalt der Einheitsgemeinde und darum, jede Form von Spaltung zu vermeiden." Auch ohne Hilfestellung könne Teichtat seine Pläne verwirklichen. "Deswegen halte ich es für besser, daß wir Bestandteil seiner Pläne sind." Doch was, wenn die Pläne der Endzeitsekte ein nukleares Armageddon in Israel vorsehen, einen zweiten Holocaust als finaler Fürbitte zur Herabkunft des ersehnten Messias? Und was, wenn die Wüstenkrieger Tony Blair und George W. Bush christlich-fundamentalistischen Vorstellungen erlegen sind, die in genau diesem Szenario gipfeln?
Es blieb nicht bei dem vom Chronos-Verlag erbetenen "kurzen Blick auf die beigefügte Dokumentation"; vielmehr wurden die dort offenbarten, mit Zitaten aus unterschiedlichen Publikationen, darunter zahlreiche Presse-Zitate aus Israel, belegten Fakten und Thesen, mit eigenem Material gleicher Thematik verglichen. Die Schlußfolgerungen hieraus sind erschreckend, insbesondere wenn sie in das aktuelle Zeitfenster des Jahres 2006 projiziert werden.
Danach soll die "milliardenschwere" orthodoxe jüdische Chabad-Bewegung (Lubawitscher Chassiden-Gemeinde), zurückgehend auf die im 13. Jahrhundert praktizierte jüdische Geheimlehre Kabbala (Buch "Zohar"), "reaktiviert" in New York (Brooklyn) durch den aus der Ukraine stammenden Rabbi Menachem Mendel Schneerson (14.04.1902-12.06.1994), welcher von seinen Anhängern als der kommende Messias verehrt wird, die Macht über das spirituelle und weltliche Judentum übernommen haben. Laut Michael Samuel, emeritierter Judaistik-Professor der Concordia Universität Montreal (micsamu@total.net), soll es zum Verständnis dieser rassistischen Vereinigung u.a. gehören, daß alle Christen und Muslime nicht besser als Würmer - von Geburt an böse, satanische Kreaturen - alle nichtjüdischen Babies kleine Dämonen - nicht einmal lebende Wesen, sondern bereits "tot" und durch den Messias zu unterjochen seien. Die Verbindung des Chassidismus mit dem Zionismus ist eng, Ben Gurion, der Gründer des Staates Israel (1948), hat sein Programm wiederholt in Schriften und Reden als "messianisch" beschrieben.
Der Geist des Chassidismus zieht sich, mehr oder weniger sichtbar, durch die nunmehr 58jährige Geschichte des "modernen Israel", welches bereits in seine "Messianische Ära" eingetreten sein soll. Hierzu zählen u.a. die Aktivitäten von "Naturei Karta" mit dem Ziel, seit 1949 Juden aus der Diaspora nach Israel zu holen, wenn es sein muß, mittels Täuschung und Gewalt. Der israelische Autor Naim Giladi deckte 1992 in seinem Buch "Ben Gurion's Scandals: How the Haganah and the Mossad eliminated Jews" auf, daß es 1950 im Irak zur terroristischen Taktik des Mossad gehörte, Handgranaten in die von Juden frequentierten Straßencafés zu werfen und Synagogen zu bombardieren, und dann die Irakis dafür verantwortlich zu machen, um die Juden zur Flucht in den neu gegründeten Staat Israel zu veranlassen.
Fortgesetzt wurden die radikal-zionistisch motivierten Gewaltmaßnahmen durch die Siedlerbewegung "Gush Emunim" (Block der Getreuen), und den bis heute nicht (für die Öffentlichkeit) geklärten Mord an Friedens-Ministerpräsident Yitzak Rabin am 4. 11. 1995, 30 Tage nach einem "Puls Denura", einem schwarz-magischen Tötungsritual. Rabin war verflucht worden, weil er (jüdisches) "Volk und Land" (Oslo-Abkommen) dem Feind aushändigen wollte. "Araber sind Hausbesetzer. Ich weiß nicht, wer ihnen das Recht gab, auf jüdischem Grund und Boden zu wohnen. Jedermann auf der Welt weiß, daß das unser Land ist...", so Rabbi Shlomo Aviner von der Jerusalem Temple Foundation, deren Ziel die Errichtung des Dritten Salomonischen Tempels (nach Zerstörung der muslimischen Heiligtümer Al-Aksa-Moschee und Felsendom) ist -- "Thora-Terrorismus" mit offener Unterstützung des ehemaligen Ministerpräsidenten Netanjahu, wie Wolfgang Eggert es ausdrückt. Nach der künftigen "Hohenpriesterschaft" wird angeblich mit gentechnologischer Hilfe in weltweit 25 Familien mit Namen "Cohen" bereits gesucht, das als "Weihe-Opfer" erforderliche "Rote Rind" soll auf einer Farm in den USA, ebenfalls mit gentechnischer Hilfe, bereits gezüchtet worden sein, laut Avraham Poraz eine "wandelnde Atombombe".
Verbündet mit den "Thora-Terroristen" ist die apokalyptische Pentacoast-Sekte in den USA, deren spiritueller Einfluß insbesondere im dortigen "Bibel-Gurt" - der einzige Sicherheits-Gurt Israels auf der Welt - zu spüren ist. Auch Präsident Bush entstammt bekanntlich dieser Region. Die Gruppe der "Pfingstler" glaubt, daß die Juden das von Gott auserwählte Volk sind, welches eine "himmlische Überschreibungsurkunde" auf das noch von Arabern besetzte Land besitzt. "Ich glaube, daß Mohammed ein Terrorist war", so der Original-Ton von Reverend Jerry Falwell.
Ohne die Sekundierung aus den USA wären der Welt möglicherweise die beiden letzten Nahost-Kriege gegen "Teufel Saddam" erspart geblieben. "Das okkulte Establishment hatte (wohl aus kabbalistischen Gründen) bereits im voraus beschlossen, daß der erste Golfkrieg gegen Saddam Hussein ausgerechnet am jüdischen Sühnefeiertag Purim ein vorläufiges Ende haben sollte, um dann 12 Jahre später, exakt am gleichen Tag wiederaufgenommen zu werden. Zu viele Zufälle für einen rein amerikanischen Krieg", befindet der russisch-israelische Journalist Israel Shamir. "Wir, die jüdische Nation, kontrollieren Amerika, und die Amerikaner wissen das", so der derzeit angeblich noch im Koma liegende Ariel Sharon am 10.10.2001.
Weitere Hilfstruppen und "Steigbügelhalter" der "Thora-Terroristen" sind nach Eggert die jüdische B'nai B'rith-Loge im Verbund mit der "arischen" Hochgrad-Freimaurerei und Scientology. Ein "wissenschaftlich-abgesichertes" spirituelles Fundament für das "mosaisch-christliche" Abendland wird der Welt vom Kabbalisten Michael Drosnin und seinem Hilfsjünger, dem israelischen Code-Knacker Elijahu Rips, unterbreitet. Laut seinem Enthüllungswerk "Der Bibelcode" (gleichnamiges Buch, auch in deutscher Sprache aufgelegt) soll die Thora eine verschlüsselte Botschaft Gottes sein, in welcher die geschichtsträchtigen Ereignisse der Welt niedergelegt sind, so u.a. der Holocaust, die Irak-Kriege, die Ermordung Rabins und schließlich auch die Ankunft des Messias nach der bevorstehenden Schlacht von Armageddon "Gog gegen Magog".
"Wir (Israel) besitzen Hunderte von atomaren Sprengköpfen und Raketen und können sie auf Ziele in jeder Richtung schießen, vielleicht auch auf Rom. Mit Flugzeugen sind die meisten europäischen Hauptstädte ein Ziel. Die Stärke unserer Streitkräfte nimmt nicht den dreißigsten, sondern eher den zweiten oder dritten ein. Wir haben die Möglichkeit, die Welt mit uns zusammen untergehen zu lassen, und ich kann Ihnen versprechen, daß dies auch geschieht, bevor Israel untergeht". (Professor Martin van Crefeld, Militärhistoriker an der Hebräischen Universität Jerusalem, 1.2.2003).
Endzeitstimmung beschränkt sich nicht nur auf den mosaisch geprägten Teil der Welt; im islamischen Sufismus wird auf das Erscheinen des Zwölften Iman, des letzten anerkannten Nachfolgers des Propheten Mohammed gewartet, der 873 in den Zustand der Verborgenheit übergegangen und am "Ende der Zeiten" als Mahdi, als der von Gott geführte Weltherrscher, erscheinen soll. In Asien geht der spirituelle Gegenspieler des Chassidismus, der indo-tibetische Tantrismus, davon aus, daß sich das weltliche Schlußdrama in China abspielen wird. Dort soll sich auch die unterirdische Stadt Shambala befinden, von deren übermenschlicher Einwohnerschaft sämtliche Mystik und Gnosis inspiriert sein soll - auch jene des Okkult-Judentums, dessen Wurzeln fälschlicherweise nach Israel/Palästina verlegt, in Wirklichkeit jedoch in Indien zu suchen seien. Shambala wäre somit das Neue Jerusalem. Erklärt das die unlängst erfolgte (von den USA heftig kritisierte) Lieferung Israels von Hightech-Waffen an China?
Während ein japanischer Endzeit-Krieger, der am 27.2.1994 zum Tode verurteilte Shoko Asahara (richtiger Name: Matsumoto Chizuo, 1955), dem als Führer der OHM(=Aum)-Sekte (die Sekte besteht unter anderer Bezeichnung fort) enge Verbindungen zu dem im "Westen" lebenden umstrittenen "Oberhaupt" Tibets, dem Dalai Lama, nachgesagt wurden, in seinem Land den "Endkrieg" mit Hilfe eines Giftgas-Anschlages in einer U-Bahn entfesseln wollte, bereitet sich mittlerweile das "Hochgrad-Establishment" auf seine Weise auf die Ankunftswehen des Messias vor: Medien-Baron Ted Turner (CNN) und der umstrittene Milliardär George Soros sowie weitere 350 "Investoren" sollen zusammen in Patagonien Grund und Boden von der Größe Österreichs und der Schweiz zusammengenommen erworben haben; Dick Cheney aus dem "Bush-Kreis" fühlt sich offenbar dagegen in einem neu angelegten unterirdischen Bunkersystem auf USA-Territorium sicher. Denn laut Michael Drosnin weist der "Bibelcode" unter der Verschlüsselung "großes Erdbeben" auf die hebräische Zeitrechnung 5760 (=2000) bzw. 5766 (=2006) für einen "Atomaren Holocaust bzw. Weltkrieg" hin.
Weiterlesen: http://tinyurl.com/phwry
Die 'Welt', ein 'genialer Netzwerker' und der Angriffskrieg gegen den Iran, Anmerkungen zu einem Artikel in der 'Welt', 12.2.2006:
http://tinyurl.com/mhkxb
siehe auch:
Interview mit Wolfgang Eggert
30. August 2008
10:22 Min.

watch Video: http://tinyurl.com/qpz87a
- Eine Buchbesprechung -
18.05.2006
Eine messianische Sekte, die sich als Vollstrecker Gottes versteht, unterwandert das Mainstreamjudentum sowie Schlüsselpositionen internationaler Macht. Unterstützt von christlichen Eiferern findet sie Zugang zu den Präsidentenpalästen in Amerika, Rußland und Israel. Von hier aus suchen beide Lager das Weltgeschehen in Einklang mit der biblischen Prophetie zu bringen - ein Geschehen, das bis zum Ende beschnitten werden muß: Denn erst, wenn sich die letzte Offenbarung erfüllt hat, kann der ersehnte Messias zur Erde herabsteigen. Doch genau diese Vision verheißt der Erde das Armageddon. Was sich wie das Drehbuch für einen James-Bond-Streifen liest, könnte abseits der Medienaufmerksamkeit schon heute ernste Wirklichkeit geworden sein. Denn die pseudojüdische Chabad-Sekte ist ebenso wenig Fiktion wie das hochpolitische Treiben ihrer allgegenwärtigen Netzwerker; führende israelische Politiker wie Benjamin Netanjahu konsultieren vor schwerwiegenden Entscheidungen ihren Rat. In Amerika, wo Bücher über das Weltenende seit Jahren die Bestsellerlisten anführen, haben derweil im Gefolge von George W. Bush bekennende "christliche" Fundamentalisten das Weiße Haus erobert. Wöchentlich werden endzeitliche Schriftgelehrte hierher und ins Pentagon geladen, um in gespenstischen Bibelsitzungen Politiker und Militärs für das Tagesgeschäft zu briefen. Eine beunruhigende Klientel prägt die Politik der letzten Supermacht, die nur mehr einen Schritt weit von einem nuklearen Schlagabtausch mit dem Iran entfernt scheint. Was alleine noch fehlt, ist der Anlaß. Wird morgen der Jüngste Tag eingeläutet?

"Wer wissen will, wie sich extremer Fundamentalismus mit der laufenden US-Politik überschneidet, sollte dieses Buch lesen", Saul Landau, Professor an der California State Polytechnic University und Emmypreisträger ("Paul Jacobs and the Nuclear Gang"). Wolfgang Eggert, Autor von bislang sieben Büchern zur Zeitgeschichte, ist studierter Politologe und lebt in München.
Die milliardenschwere Endzeitsekte Chabad-Lubawitsch steht im Begriff, sich durch eine ebenso verschwiegene wie breitangelegte Unterwanderungsbewegung an die Spitze des Mainstreamjudentums zu setzen. Auch in Berlin haben die Menschenfischer aus Amerika ihre engmaschigen Netze ausgeworfen. "Die probieren, die Gemeinde zu erobern', wütet der orthodoxe Gemeinderabbiner Yitzchak Ehrenberg. Reformrabbi Walther Rothschild, ehemaliger Berliner Gemeinderabbiner, nennt Chabad eine "geistige Krankheit'. Es sind nicht mehr als Rückzugsgefechte. Denn das in Israel und Amerika bereits weithin abgeschlossene Unternehmen Machtergreifung scheint auch hierzulande abgeschlossen. Schon wird der Kult, der im Heiligen Land nachhaltig die rechtsradikale Siedlerbewegung unterstützt, von der lokalen Politik hofiert: 2004 kam Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zum Entzünden des großen Chanukka-Leuchters am Brandenburger Tor. Zur diesjährigen Eröffnung des pomphaften Hauptstadt-Zentrums vermeldete die Presse bereits die Unterstützung von Innenminister Schäuble und Justizministerin Zypries.

"If you can't beat them, join them", ergibt sich Albert Meyerl, Berliner Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in das scheinbar Unvermeidliche: "Für mich geht es zwingend um den Erhalt der Einheitsgemeinde und darum, jede Form von Spaltung zu vermeiden." Auch ohne Hilfestellung könne Teichtat seine Pläne verwirklichen. "Deswegen halte ich es für besser, daß wir Bestandteil seiner Pläne sind." Doch was, wenn die Pläne der Endzeitsekte ein nukleares Armageddon in Israel vorsehen, einen zweiten Holocaust als finaler Fürbitte zur Herabkunft des ersehnten Messias? Und was, wenn die Wüstenkrieger Tony Blair und George W. Bush christlich-fundamentalistischen Vorstellungen erlegen sind, die in genau diesem Szenario gipfeln?
Es blieb nicht bei dem vom Chronos-Verlag erbetenen "kurzen Blick auf die beigefügte Dokumentation"; vielmehr wurden die dort offenbarten, mit Zitaten aus unterschiedlichen Publikationen, darunter zahlreiche Presse-Zitate aus Israel, belegten Fakten und Thesen, mit eigenem Material gleicher Thematik verglichen. Die Schlußfolgerungen hieraus sind erschreckend, insbesondere wenn sie in das aktuelle Zeitfenster des Jahres 2006 projiziert werden.
Danach soll die "milliardenschwere" orthodoxe jüdische Chabad-Bewegung (Lubawitscher Chassiden-Gemeinde), zurückgehend auf die im 13. Jahrhundert praktizierte jüdische Geheimlehre Kabbala (Buch "Zohar"), "reaktiviert" in New York (Brooklyn) durch den aus der Ukraine stammenden Rabbi Menachem Mendel Schneerson (14.04.1902-12.06.1994), welcher von seinen Anhängern als der kommende Messias verehrt wird, die Macht über das spirituelle und weltliche Judentum übernommen haben. Laut Michael Samuel, emeritierter Judaistik-Professor der Concordia Universität Montreal (micsamu@total.net), soll es zum Verständnis dieser rassistischen Vereinigung u.a. gehören, daß alle Christen und Muslime nicht besser als Würmer - von Geburt an böse, satanische Kreaturen - alle nichtjüdischen Babies kleine Dämonen - nicht einmal lebende Wesen, sondern bereits "tot" und durch den Messias zu unterjochen seien. Die Verbindung des Chassidismus mit dem Zionismus ist eng, Ben Gurion, der Gründer des Staates Israel (1948), hat sein Programm wiederholt in Schriften und Reden als "messianisch" beschrieben.
Der Geist des Chassidismus zieht sich, mehr oder weniger sichtbar, durch die nunmehr 58jährige Geschichte des "modernen Israel", welches bereits in seine "Messianische Ära" eingetreten sein soll. Hierzu zählen u.a. die Aktivitäten von "Naturei Karta" mit dem Ziel, seit 1949 Juden aus der Diaspora nach Israel zu holen, wenn es sein muß, mittels Täuschung und Gewalt. Der israelische Autor Naim Giladi deckte 1992 in seinem Buch "Ben Gurion's Scandals: How the Haganah and the Mossad eliminated Jews" auf, daß es 1950 im Irak zur terroristischen Taktik des Mossad gehörte, Handgranaten in die von Juden frequentierten Straßencafés zu werfen und Synagogen zu bombardieren, und dann die Irakis dafür verantwortlich zu machen, um die Juden zur Flucht in den neu gegründeten Staat Israel zu veranlassen.
Fortgesetzt wurden die radikal-zionistisch motivierten Gewaltmaßnahmen durch die Siedlerbewegung "Gush Emunim" (Block der Getreuen), und den bis heute nicht (für die Öffentlichkeit) geklärten Mord an Friedens-Ministerpräsident Yitzak Rabin am 4. 11. 1995, 30 Tage nach einem "Puls Denura", einem schwarz-magischen Tötungsritual. Rabin war verflucht worden, weil er (jüdisches) "Volk und Land" (Oslo-Abkommen) dem Feind aushändigen wollte. "Araber sind Hausbesetzer. Ich weiß nicht, wer ihnen das Recht gab, auf jüdischem Grund und Boden zu wohnen. Jedermann auf der Welt weiß, daß das unser Land ist...", so Rabbi Shlomo Aviner von der Jerusalem Temple Foundation, deren Ziel die Errichtung des Dritten Salomonischen Tempels (nach Zerstörung der muslimischen Heiligtümer Al-Aksa-Moschee und Felsendom) ist -- "Thora-Terrorismus" mit offener Unterstützung des ehemaligen Ministerpräsidenten Netanjahu, wie Wolfgang Eggert es ausdrückt. Nach der künftigen "Hohenpriesterschaft" wird angeblich mit gentechnologischer Hilfe in weltweit 25 Familien mit Namen "Cohen" bereits gesucht, das als "Weihe-Opfer" erforderliche "Rote Rind" soll auf einer Farm in den USA, ebenfalls mit gentechnischer Hilfe, bereits gezüchtet worden sein, laut Avraham Poraz eine "wandelnde Atombombe".
Verbündet mit den "Thora-Terroristen" ist die apokalyptische Pentacoast-Sekte in den USA, deren spiritueller Einfluß insbesondere im dortigen "Bibel-Gurt" - der einzige Sicherheits-Gurt Israels auf der Welt - zu spüren ist. Auch Präsident Bush entstammt bekanntlich dieser Region. Die Gruppe der "Pfingstler" glaubt, daß die Juden das von Gott auserwählte Volk sind, welches eine "himmlische Überschreibungsurkunde" auf das noch von Arabern besetzte Land besitzt. "Ich glaube, daß Mohammed ein Terrorist war", so der Original-Ton von Reverend Jerry Falwell.
Ohne die Sekundierung aus den USA wären der Welt möglicherweise die beiden letzten Nahost-Kriege gegen "Teufel Saddam" erspart geblieben. "Das okkulte Establishment hatte (wohl aus kabbalistischen Gründen) bereits im voraus beschlossen, daß der erste Golfkrieg gegen Saddam Hussein ausgerechnet am jüdischen Sühnefeiertag Purim ein vorläufiges Ende haben sollte, um dann 12 Jahre später, exakt am gleichen Tag wiederaufgenommen zu werden. Zu viele Zufälle für einen rein amerikanischen Krieg", befindet der russisch-israelische Journalist Israel Shamir. "Wir, die jüdische Nation, kontrollieren Amerika, und die Amerikaner wissen das", so der derzeit angeblich noch im Koma liegende Ariel Sharon am 10.10.2001.
Weitere Hilfstruppen und "Steigbügelhalter" der "Thora-Terroristen" sind nach Eggert die jüdische B'nai B'rith-Loge im Verbund mit der "arischen" Hochgrad-Freimaurerei und Scientology. Ein "wissenschaftlich-abgesichertes" spirituelles Fundament für das "mosaisch-christliche" Abendland wird der Welt vom Kabbalisten Michael Drosnin und seinem Hilfsjünger, dem israelischen Code-Knacker Elijahu Rips, unterbreitet. Laut seinem Enthüllungswerk "Der Bibelcode" (gleichnamiges Buch, auch in deutscher Sprache aufgelegt) soll die Thora eine verschlüsselte Botschaft Gottes sein, in welcher die geschichtsträchtigen Ereignisse der Welt niedergelegt sind, so u.a. der Holocaust, die Irak-Kriege, die Ermordung Rabins und schließlich auch die Ankunft des Messias nach der bevorstehenden Schlacht von Armageddon "Gog gegen Magog".
"Wir (Israel) besitzen Hunderte von atomaren Sprengköpfen und Raketen und können sie auf Ziele in jeder Richtung schießen, vielleicht auch auf Rom. Mit Flugzeugen sind die meisten europäischen Hauptstädte ein Ziel. Die Stärke unserer Streitkräfte nimmt nicht den dreißigsten, sondern eher den zweiten oder dritten ein. Wir haben die Möglichkeit, die Welt mit uns zusammen untergehen zu lassen, und ich kann Ihnen versprechen, daß dies auch geschieht, bevor Israel untergeht". (Professor Martin van Crefeld, Militärhistoriker an der Hebräischen Universität Jerusalem, 1.2.2003).
Endzeitstimmung beschränkt sich nicht nur auf den mosaisch geprägten Teil der Welt; im islamischen Sufismus wird auf das Erscheinen des Zwölften Iman, des letzten anerkannten Nachfolgers des Propheten Mohammed gewartet, der 873 in den Zustand der Verborgenheit übergegangen und am "Ende der Zeiten" als Mahdi, als der von Gott geführte Weltherrscher, erscheinen soll. In Asien geht der spirituelle Gegenspieler des Chassidismus, der indo-tibetische Tantrismus, davon aus, daß sich das weltliche Schlußdrama in China abspielen wird. Dort soll sich auch die unterirdische Stadt Shambala befinden, von deren übermenschlicher Einwohnerschaft sämtliche Mystik und Gnosis inspiriert sein soll - auch jene des Okkult-Judentums, dessen Wurzeln fälschlicherweise nach Israel/Palästina verlegt, in Wirklichkeit jedoch in Indien zu suchen seien. Shambala wäre somit das Neue Jerusalem. Erklärt das die unlängst erfolgte (von den USA heftig kritisierte) Lieferung Israels von Hightech-Waffen an China?
Während ein japanischer Endzeit-Krieger, der am 27.2.1994 zum Tode verurteilte Shoko Asahara (richtiger Name: Matsumoto Chizuo, 1955), dem als Führer der OHM(=Aum)-Sekte (die Sekte besteht unter anderer Bezeichnung fort) enge Verbindungen zu dem im "Westen" lebenden umstrittenen "Oberhaupt" Tibets, dem Dalai Lama, nachgesagt wurden, in seinem Land den "Endkrieg" mit Hilfe eines Giftgas-Anschlages in einer U-Bahn entfesseln wollte, bereitet sich mittlerweile das "Hochgrad-Establishment" auf seine Weise auf die Ankunftswehen des Messias vor: Medien-Baron Ted Turner (CNN) und der umstrittene Milliardär George Soros sowie weitere 350 "Investoren" sollen zusammen in Patagonien Grund und Boden von der Größe Österreichs und der Schweiz zusammengenommen erworben haben; Dick Cheney aus dem "Bush-Kreis" fühlt sich offenbar dagegen in einem neu angelegten unterirdischen Bunkersystem auf USA-Territorium sicher. Denn laut Michael Drosnin weist der "Bibelcode" unter der Verschlüsselung "großes Erdbeben" auf die hebräische Zeitrechnung 5760 (=2000) bzw. 5766 (=2006) für einen "Atomaren Holocaust bzw. Weltkrieg" hin.
Weiterlesen: http://tinyurl.com/phwry
Die 'Welt', ein 'genialer Netzwerker' und der Angriffskrieg gegen den Iran, Anmerkungen zu einem Artikel in der 'Welt', 12.2.2006:
http://tinyurl.com/mhkxb
siehe auch:
Interview mit Wolfgang Eggert
30. August 2008
10:22 Min.

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bin66 - 20. Mai, 00:18

