Sozialamt zahlt Beschneidungsfeiern
Sozialamt zahlt Beschneidungsfeiern
Prozess gegen 39-Jährigen wegen Sozialhilfebetrugs
24.08.2006
Berlin (ddp-bln). Wegen Sozialhilfebetrugs und Falschbeurkundung muss sich derzeit ein 39-Jähriger vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der Türke ist angeklagt, gemeinsam mit seiner ihm nach islamischem Recht angetrauten Ehefrau 1985 unter falschem Namen nach Deutschland eingereist zu sein, um den gemeinsamen Lebensunterhalt durch Sozialleistungen zu bestreiten.
Dem Staatsanwalt zufolge täuschten sie vor, in Beirut geboren und staatenlos zu sein. Unter Angabe verschiedener Namen sollen sie Duldungen erschlichen und von 1998 bis 2004 Sozialleistungen von insgesamt 120 000 Euro zu Unrecht kassiert haben. Der Anklage nach verschwiegen die Eheleute ihre türkische Staatsangehörigkeit, um eine «zwangsweise Aufenthaltsbeendigung zu verhindern». Daneben soll der Angeklagte wiederholt versichert haben, von seiner Familie getrennt zu sein, obwohl er mit ihr zusammenlebte.
Als «Alleinerziehende» soll seine Ehefrau bis zu 2 800 Euro für sich und ihre zehn Kinder monatlich an staatlichen Zuwendungen erhalten haben. Daneben seien auch einmalige Beihilfen wie Kosten für Schulsachen, Klassenfahrten, Babyausstattung, Haushaltselektrik oder für die «Beschneidungsfeier» zweier Söhne vom Sozialamt gezahlt worden.
Nach der Feststellung seiner türkischen Identität wurde der heute 34-Jährige im November 2004 abgeschoben. Dem Staatsanwalt zufolge reiste er jedoch erneut ein und lebte bis zu seiner Festnahme im Februar dieses Jahres illegal in Deutschland, wobei er einen griechischen Reisepass besessen haben soll. Zu Prozessauftakt wollte sich der Angeklagte nicht äußern. Das Verfahren wird am 11. September fortgesetzt.
http://tinyurl.com/ptgkh
Prozess gegen 39-Jährigen wegen Sozialhilfebetrugs
24.08.2006
Berlin (ddp-bln). Wegen Sozialhilfebetrugs und Falschbeurkundung muss sich derzeit ein 39-Jähriger vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der Türke ist angeklagt, gemeinsam mit seiner ihm nach islamischem Recht angetrauten Ehefrau 1985 unter falschem Namen nach Deutschland eingereist zu sein, um den gemeinsamen Lebensunterhalt durch Sozialleistungen zu bestreiten.
Dem Staatsanwalt zufolge täuschten sie vor, in Beirut geboren und staatenlos zu sein. Unter Angabe verschiedener Namen sollen sie Duldungen erschlichen und von 1998 bis 2004 Sozialleistungen von insgesamt 120 000 Euro zu Unrecht kassiert haben. Der Anklage nach verschwiegen die Eheleute ihre türkische Staatsangehörigkeit, um eine «zwangsweise Aufenthaltsbeendigung zu verhindern». Daneben soll der Angeklagte wiederholt versichert haben, von seiner Familie getrennt zu sein, obwohl er mit ihr zusammenlebte.
Als «Alleinerziehende» soll seine Ehefrau bis zu 2 800 Euro für sich und ihre zehn Kinder monatlich an staatlichen Zuwendungen erhalten haben. Daneben seien auch einmalige Beihilfen wie Kosten für Schulsachen, Klassenfahrten, Babyausstattung, Haushaltselektrik oder für die «Beschneidungsfeier» zweier Söhne vom Sozialamt gezahlt worden.
Nach der Feststellung seiner türkischen Identität wurde der heute 34-Jährige im November 2004 abgeschoben. Dem Staatsanwalt zufolge reiste er jedoch erneut ein und lebte bis zu seiner Festnahme im Februar dieses Jahres illegal in Deutschland, wobei er einen griechischen Reisepass besessen haben soll. Zu Prozessauftakt wollte sich der Angeklagte nicht äußern. Das Verfahren wird am 11. September fortgesetzt.
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bin66 - 9. Jul, 00:18

