Italien: Weiterer Schlag gegen Synarchisten
Italien: Weiterer Schlag gegen Synarchisten -
SISMI-Spitzenmann verhaftet (EIR, Corriere della Sera)
Am 6. Juli gab es in Italien einen weiteren Schlag gegen die Synarchisten, als überraschend der Leiter der 1. Division des italienischen Militär- und Außengeheimdienstes SISMI (Spionageabwehr) Mancini und sein Amtsvorgänger General Pignero verhaftet wurden. Die beiden Festnahmen stehen im Zusammenhang mit der Entführung des ägyptischen Staatsbürgers Abu Omar in Mailand im Februar 2003. Die Mailänder Staatsanwaltschaft erließ außerdem Haftbefehl gegen den ehem. CIA-Stationschef in Italien, Jeff Castelli, der als der Kopf hinter der Entführung gilt, und gegen 25 andere US-Geheimagenten. Abgehörte Gespräche zwischen Mancini und Pignero, die an die Medien herausgegeben wurden, belegen nach Aussage der Staatsanwälte, daß ein SISMI-Team unter Mancini auf Anweisung Pigneros "vorbereitende Arbeiten" für die CIA-Entführung unternahm, allerdings nicht direkt bei der Entführung selbst mitwirkte. Andere Mitglieder des SISMI-Teams bestätigten die indirekte Beteiligung.
SISMI-Chef Nicolo Pollari war nach Angaben der Ankläger nicht eingeweiht. Außerdem seien SISMI-Beamte, die gegen die illegale Operation protestierten, von ihren Posten in Triest und Mailand entfernt worden. Wie der Terrorismusexperte Guido Olimpio schreibt, wurde Mancinis rascher Aufstieg bei SISMI von der CIA gefördert. "Der frühere CIA-Chef [George Tenet] soll einen Brief geschrieben haben, in dem er sich für Mancinis Beförderung einsetzt", so Olimpio in Corriere della Sera vom 7. Juli. Ein Nachrichtendienstexperte sagte EIR, Mancinis Karriere sei "eigentlich unerklärlich", da es noch nie vorgekommen sei, daß jemand, der kein aktiver Offizier sei, an die Spitze der 1. Abteilung von SISMI aufrückte.
Mancinis Aufstieg vollzog sich unter dem Schutz einer Person, die im Zentrum mehrerer wichtiger Ermittlungen stand, die alle mit Terroroperationen mit Bezügen zu Geheimdiensten zu tun hatten. Karabinieri-Oberst Umberto Bonaventura, zu dessen Mannschaft Mancini Anfang der 80er Jahre stieß. Damals war die Mailänder Pastrengo-Abteilung der Karabinieri von Licio Gellis Geheimloge P2 unterwandert. Mancini ging mit Oberst Bonaventura zu SISMI, wo dieser zum Leiter der 1. Abteilung (Spionageabwehr) aufrückte. Als Bonaventura den SISMI verließ, wurde General Pignero sein Nachfolger, der wiederum 2005 von Mancini abgelöst wurde.
Bonaventura war in den Fall der "Moro-Papiere" verwickelt, d.h. in den Skandal um die Notizen des ermordeten Aldo Moro über seine Verhöre durch die Roten Brigaden. Mitarbeiter von Gen. Carlo Alberto Dalla Chiesa fanden diese Unterlagen Moros 1978 in Mailand. Bonaventura, damals ein Hauptmann in Dalla Chiesas Team, nahm sie an sich und kopierte sie. Als er sie den Kollegen zurückgab, fehlten allerdings mehrere Seiten. Dies hat Bonaventura selbst vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuß von Senator Pellegrino im Mai 2000 ausgesagt. Bonaventura handelte im Auftrag von Kreisen, die angeblich befürchteten, daß Moro in den Papieren NATO- oder andere Militärgeheimnisse verriet. Dalla Chiesa wurde damals nicht eingeweiht. Es war auch Oberst Bonaventura, der für das berüchtigte "Mythrokin-Dossier" über angebliche KGB-Spione in Italien zuständig war. Der britische Geheimdienst MI-6 hat das Dossier "erhalten". Wenige Tage vor seiner geplanten Aussage vor dem "Mythrokin-Ausschuß" im italienischen Parlament wurde Bonaventura am 7. September 2002 in seiner Wohnung tot aufgefunden.
(yahoo.group)
SISMI-Spitzenmann verhaftet (EIR, Corriere della Sera)
Am 6. Juli gab es in Italien einen weiteren Schlag gegen die Synarchisten, als überraschend der Leiter der 1. Division des italienischen Militär- und Außengeheimdienstes SISMI (Spionageabwehr) Mancini und sein Amtsvorgänger General Pignero verhaftet wurden. Die beiden Festnahmen stehen im Zusammenhang mit der Entführung des ägyptischen Staatsbürgers Abu Omar in Mailand im Februar 2003. Die Mailänder Staatsanwaltschaft erließ außerdem Haftbefehl gegen den ehem. CIA-Stationschef in Italien, Jeff Castelli, der als der Kopf hinter der Entführung gilt, und gegen 25 andere US-Geheimagenten. Abgehörte Gespräche zwischen Mancini und Pignero, die an die Medien herausgegeben wurden, belegen nach Aussage der Staatsanwälte, daß ein SISMI-Team unter Mancini auf Anweisung Pigneros "vorbereitende Arbeiten" für die CIA-Entführung unternahm, allerdings nicht direkt bei der Entführung selbst mitwirkte. Andere Mitglieder des SISMI-Teams bestätigten die indirekte Beteiligung.
SISMI-Chef Nicolo Pollari war nach Angaben der Ankläger nicht eingeweiht. Außerdem seien SISMI-Beamte, die gegen die illegale Operation protestierten, von ihren Posten in Triest und Mailand entfernt worden. Wie der Terrorismusexperte Guido Olimpio schreibt, wurde Mancinis rascher Aufstieg bei SISMI von der CIA gefördert. "Der frühere CIA-Chef [George Tenet] soll einen Brief geschrieben haben, in dem er sich für Mancinis Beförderung einsetzt", so Olimpio in Corriere della Sera vom 7. Juli. Ein Nachrichtendienstexperte sagte EIR, Mancinis Karriere sei "eigentlich unerklärlich", da es noch nie vorgekommen sei, daß jemand, der kein aktiver Offizier sei, an die Spitze der 1. Abteilung von SISMI aufrückte.
Mancinis Aufstieg vollzog sich unter dem Schutz einer Person, die im Zentrum mehrerer wichtiger Ermittlungen stand, die alle mit Terroroperationen mit Bezügen zu Geheimdiensten zu tun hatten. Karabinieri-Oberst Umberto Bonaventura, zu dessen Mannschaft Mancini Anfang der 80er Jahre stieß. Damals war die Mailänder Pastrengo-Abteilung der Karabinieri von Licio Gellis Geheimloge P2 unterwandert. Mancini ging mit Oberst Bonaventura zu SISMI, wo dieser zum Leiter der 1. Abteilung (Spionageabwehr) aufrückte. Als Bonaventura den SISMI verließ, wurde General Pignero sein Nachfolger, der wiederum 2005 von Mancini abgelöst wurde.
Bonaventura war in den Fall der "Moro-Papiere" verwickelt, d.h. in den Skandal um die Notizen des ermordeten Aldo Moro über seine Verhöre durch die Roten Brigaden. Mitarbeiter von Gen. Carlo Alberto Dalla Chiesa fanden diese Unterlagen Moros 1978 in Mailand. Bonaventura, damals ein Hauptmann in Dalla Chiesas Team, nahm sie an sich und kopierte sie. Als er sie den Kollegen zurückgab, fehlten allerdings mehrere Seiten. Dies hat Bonaventura selbst vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuß von Senator Pellegrino im Mai 2000 ausgesagt. Bonaventura handelte im Auftrag von Kreisen, die angeblich befürchteten, daß Moro in den Papieren NATO- oder andere Militärgeheimnisse verriet. Dalla Chiesa wurde damals nicht eingeweiht. Es war auch Oberst Bonaventura, der für das berüchtigte "Mythrokin-Dossier" über angebliche KGB-Spione in Italien zuständig war. Der britische Geheimdienst MI-6 hat das Dossier "erhalten". Wenige Tage vor seiner geplanten Aussage vor dem "Mythrokin-Ausschuß" im italienischen Parlament wurde Bonaventura am 7. September 2002 in seiner Wohnung tot aufgefunden.
(yahoo.group)
bin66 - 14. Jul, 01:30

